5.7. Glossar

Es folgt eine kurze Erläuterung der wichtigsten in diesem Dokument erwähnten technischen Begriffen und Protokolle:

VoIP

VoIP steht für Voice over Internet Protocol. Diese Technologie ermöglicht dank paketgebundener Routen die Übertragung normaler Telefongespräche über das Internet. Die Sprachinformationen werden in separaten Paketen gesendet, genau wie andere Daten, die per IP über das Internet übertragen werden.

SIP

SIP steht für Session Initiation Protocol. Dieses Protokoll wird verwendet, um Media Sessions über Netzwerke aufzubauen. Im Linphone Kontext sorgt SIP dafür, dass es auf dem Computer Ihres Gesprächspartners klingelt, dass der Anruf initiiert und auch wieder beendet wird, wenn einer der Teilnehmer auflegt. Die eigentliche Übertragung von Sprachdaten wird per RTP gehandhabt.

RTP

RTP steht für Real-time Transport Protocol. Dieses Protokoll ermöglicht die Übertragung von Medienströmen über Netzwerke und wird über UDP abgewickelt. Die Daten werden in einzelnen mit einer Nummer und einem Zeitstempel versehenen Paketen übertragen. Auf diese Weise können die richtige Reihenfolge sichergestellt und fehlende Pakete ermittelt werden.

DTMF

Ein DTMF-Encoder, etwa ein normales Telefon, verwendet Tonpaare für die verschiedenen Tasten. Jeder Taste ist eine eindeutige Kombination aus einem hohen und einem tiefen Ton zugeordnet. Ein Decodierer übersetzt dann diese Tasten-Ton-Kombinationen wieder in Nummern. Linphone unterstützt DTMF-Signale für das Auslösen entfernter Aktionen, beispielsweise das Testen der Voicemail.

Codec

Codecs sind speziell für die Komprimierung von Audio- und Videodaten konzipierte Algorithmen.

Jitter

Jitter ist eine Form der Wartezeit (Verzögerung) bei einer Verbindung. Für Audiogeräte und verbindungsorientierte Systeme, wie ISDN oder PSTN, ist ein ununterbrochener Datenstrom erforderlich. Zum Ausgleich wird von VoiP-Terminals und -Gateways ein Jitter-Puffer implementiert, in dem die Pakete gesammelt werden, bevor sie an die entsprechenden Audio-Geräte oder verbindungsorientierten Leitungen (z. B. ISDN) weitergeleitet werden. Wenn der Jitterpuffer vergrößert wird, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Daten fehlen/nicht empfangen werden, gleichzeitig erhöht sich jedoch die Latenz der Verbindung.