21.2. APM

Einige der Stromsparfunktionen werden vom APM-BIOS selbst ausgeführt. Auf vielen Notebooks können Stand-by- und Suspend-Zustände ohne besondere Betriebssystemfunktion durch Tastenkombinationen oder Schließen des Deckels aktiviert werden. Um diese Modi über einen Befehl zu aktivieren, müssen allerdings bestimmte Aktionen ausgelöst werden, bevor das System in den Suspend-Modus versetzt wird. Zur Anzeige des Akku-Ladezustands benötigen Sie spezielle Programmpakete und einen geeigneten Kernel.

SUSE Linux-Kernels verfügen über integrierte APM-Unterstützung. APM wird jedoch nur aktiviert, wenn ACPI nicht im BIOS implementiert ist und ein APM-BIOS ermittelt wird. Zur Aktivierung der APM-Unterstützung muss ACPI am Bootprompt mit acpi=off deaktiviert werden. Geben Sie cat /proc/apm ein, um zu überprüfen, ob APM aktiv ist. Eine Ausgabe, die aus verschiedenen Nummern besteht, deutet darauf hin, dass alles in Ordnung ist. Es sollte nun möglich sein, den Computer mit dem Befehl shutdown -h herunterzufahren.

BIOS-Implementationen, die nicht vollständig standardkompatibel sind, können Probleme mit APM verursachen. Einige Probleme lassen sich durch spezielle Bootparameter umgehen. Alle Parameter werden am Bootprompt in folgender Form eingegeben: apm=parameter:

on bzw. off

Aktiviert bzw. deaktiviert die APM-Unterstützung.

(no-)allow-ints

Lässt Interrupts während der Ausführung von BIOS-Funktionen zu.

(no-)broken-psr

Die BIOS-Funktion „GetPowerStatus“ funktioniert nicht ordnungsgemäß.

(no-)realmode-power-off

Setzt den Prozessor vor dem Herunterfahren auf den Real-Modus zurück.

(no-)debug

Protokolliert APM-Ereignisse im Systemprotokoll.

(no-)power-off

Schaltet das System nach dem Herunterfahren komplett aus.

bounce-interval=n

Zeit in hundertstel Sekunden nach einem Suspend-Ereignis, während dder weiteren Suspend-Ereignisse ignoriert werden.

idle-threshold=n

Prozentsatz der Systeminaktivität, bei dem die BIOS-Funktion idle ausgeführt wird (0 = immer, 100 = nie).

idle-period=n

Zeit in hunderstel Sekunden, nach der die Systemaktivität gemessen wird.

Der APM-Daemon (apmd) wird nicht mehr verwendet. Seine Funktionen werden vom neuen powersaved übernommen, der auch ACPI und CPU-Frequenzskalierung unterstützt.