21.6. Das YaST Power-Managementmodul

Das YaST Power-Managementmodul kann alle bereits beschriebenen Power-Managementeinstellungen konfigurieren. Beim Start über das YaST-Kontrollzentrum mithilfe von System+Power-Management wird der erste Dialog des Moduls geöffnet. Siehe Abbildung 21.1, „Schemaauswahl“.

Abbildung 21.1. Schemaauswahl

Schemaauswahl

Dieser Dialog dient zur Auswahl der Schemata für Akku- und Netzbetrieb. Um die Schemata zu ergänzen oder zu ändern, klicken Sie auf Schemes bearbeiten. Dadurch wird ein Überblick über die vorhandenen Schemata geöffnet, ähnlich wie in Abbildung 21.2, „Überblick über vorhandene Schemata“ gezeigt.

Abbildung 21.2. Überblick über vorhandene Schemata

Überblick über vorhandene Schemata

Wählen Sie in der Übersicht das zu ändernde Schema aus und klicken Sie auf Bearbeiten. Um ein neues Schema zu erstellen, klicken Sie auf Hinzufügen. In beiden Fällen öffnet sich der in Abbildung 21.3, „Konfigurieren der Schemata“ gezeigte Dialog.

Abbildung 21.3. Konfigurieren der Schemata

Konfigurieren der Schemata

Geben Sie zunächst einen geeigneten Namen und eine Beschreibung für das neue bzw. zu bearbeitende Schema ein. Bestimmen Sie, ob und wie die CPU-Leistung für dieses Schema gesteuert werden soll. Legen Sie fest, ob und in welchem Umfang Frequenzskalierung und Drosselung (Throttling) eingesetzt werden sollen. Legen Sie im anschließend angezeigten Dialog für die Festplatte eine Stand-by-Strategie für höchstmögliche Leistung oder zum Energiesparen fest. Die Akustik-Strategie steuert den Geräuschpegel der Festplatte (nur von wenigen Festplatten unterstützt). Mithilfe der Kühlstrategie wird die zu verwendende Kühlmethode bestimmt. Leider wird diese Art von Temperaturteuerung selten vom BIOS unterstützt. Lesen Sie /usr/share/doc/packages/powersave/README.thermal, um zu erfahren, wie Sie den Lüfter und passive Kühlmethoden einsetzen können.

Globale Power-Managementeinstellungen können außerdem über den Anfangsdialog festgelegt werden. Verwenden Sie dazu die Optionen Akku-Warnung, ACPI-Einstellungen oder Suspend aktivieren. Klicken Sie auf Akku-Warnung, um den Dialog für den Akku-Ladezustand aufzurufen, das Sie in Abbildung 21.4, „Akku-Ladezustand“ sehen können.

Abbildung 21.4. Akku-Ladezustand

Akku-Ladezustand

Das BIOS des Systems benachrichtigt das Betriebssystem jeweils, wenn der Ladezustand unter bestimmte, festlegbare Grenzwerte fällt. In diesem Dialog können Sie drei Grenzwerte festlegen: Kapazitätswarnung, Niedrige Kapazität und Kritische Kapazität. Wenn der Ladezustand unter diese Grenzwerte fällt, werden bestimmte Aktionen ausgelöst. In der Regel lösen die ersten beiden Zustände lediglich eine Benachrichtigung an den Benutzer aus. Beim dritten, kritischen Ladezustand, wird das Herunterfahren ausgelöst, da die verbleibende Energie nicht für eine Fortsetzung des Systembetriebs ausreicht. Wählen Sie geeignete Ladezustände und die gewünschten Aktionen aus und klicken Sie dann auf OK, um zum Startdialog zurückzukehren.

Abbildung 21.5. ACPI-Einstellungen

ACPI-Einstellungen

Rufen Sie den Dialog zur Konfiguration der ACPI-Buttons mithilfe von ACPI-Einstellungen auf. Siehe Abbildung 21.5, „ACPI-Einstellungen“. Die Einstellungen für die ACPI-Buttons legen fest, wie das System auf bestimmte Schalter reagieren soll. Konfigurieren Sie die Systemreaktion auf das Drücken des Netzschalters, des Energiesparschalters und das Schließen des Notebookdeckels. Klicken Sie auf OK, um die Konfiguration abzuschließen und zum Startdialog zurückzukehren.

Klicken Sie auf Suspend aktivieren, um einen Dialog aufzurufen, in dem Sie festlegen können, ob und wie die Benutzer dieses Systems die Suspend- bzw. Standby-Funktion verwenden dürfen. Mit OK kehren Sie zum Hauptdialog zurück. Klicken Sie erneut auf OK, um das Modul zu beenden und die festgelegten Power-Managementeinstellungen zu bestätigen.